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Seminarbeschreibung

Gesundheitsverhalten wird an keinem Ort so stark geprägt wie innerhalb der eigenen Familie. Auch der Umgang mit Stress wird bereits früh im Leben von den engsten Bezugspersonen gelernt. Stress, ob familiärer „Alltagsstress“, Beziehungs- oder Erziehungsstress wird von allen Beteiligten als besonders belastend empfunden und stellt einen immensen Risikofaktor für die gesunde Entwicklung von Kindern dar.

Um der zunehmenden Anzahl stressbedingter Krankheiten nachhaltig entgegenzuwirken bedarf es der Aktivierung multimodaler Stressbewältigungsressourcen. Stressprävention innerhalb von Familien zu etablieren ermöglicht, nachhaltiges Gesundheitsverhalten schon möglichst früh zu fördern. Die Zusatzqualifikation „multimodales familienzentriertes Stressmanagement®“  befähigt zur Beratung von betroffenen Familien und Präventionskursleitung. 

Stresskompetenz oder Resilienz (psychische Widerstandskraft) entwickelt sich durch die Vergrößerung von Handlungskompetenz in den alltäglichen Herausforderungen familiären Zusammenlebens. Stressoren können einerseits von außen auf die Familie einwirken, wie z. B. durch Beruf, Schule oder gesellschaftliche Anforderungen, sie können sich jedoch auch im emotional belastenden Beziehungsgefüge wiederfinden.

Stress ist keine objektiv messbare Größe. Stress unterliegt individuellen Bewertungskriterien und wird dann wahrgenommen, wenn eine Herausforderung zur Überforderung wird. Individuelle Stressoren zu minimieren, erfordert daher ein individuelles Stressmanagement. Innerhalb dieses Konzeptes sollen die Adressaten befähigt werden, ihre persönlichen Stressbewältigungsressourcen zu entdecken und zu mobilisieren. Eingefahrene Muster, die zur Überforderung führen, sollten erkannt und verändert werden. Der Umgang mit Stress und Affekten wird bereits früh im Kindesalter gelernt. So wie er von den Erwachsenen vorgelebt wird, wird er von den Kindern übernommen. Eine gute Stressbewältigungskompetenz gilt als zentraler Faktor seelischer Gesundheit.

Ziel des Angebotes ist es, die Stressbewältigungskompetenz wie auch die Beziehungs- und Erziehungskompetenz der Familienmitglieder zu stärken, sodass Familie zunehmend zur Gesundheitsressource für alle Familienmitglieder werden kann.

Das multimodale familienzentrierte Stressmanagement ist ein von der zentralen Prüfstelle für Prävention zertifiziertes Präventionskonzept nach § 20 SGB V. Die Zusatzqualifikation befähigt Hochschulabsolventen pädagogischer, psychosozialer und medizinischer Berufe, das Konzept als Präventionskurs anzubieten. Präventionskurse nach § 20 SGB V werden von der gesetzlichen Krankenkasse bezuschusst.


Das wird vermittelt:

  • Relevante Themen aus der Entwicklungspsychologie und daraus resultierendes pädagogisch bedeutsames Erziehungs- bzw. Beziehungsverhalten;
  • Stress und Stressbewältigungsstrategien (allgemein und innerfamiliär);
  • Erkennen dysfunktionaler Gedanken, daraus resultierender Empfindungen und Verhaltensweisen, Reduktion von Stressfaktoren durch die Eltern;
  • Erarbeitung und Training förderlicher Kognitionen;
  • Erlernen von Bewältigungsstrategien;
  • Transfer der Strategien in den Alltag: Verbesserung von Verhalten, Stärkung positiver Beziehungsfähigkeit und positiver emotionaler Präsenz der Eltern für die Kinder (aber auch innerhalb der Elternschaft und Paarbeziehung), Stärkung der Bewältigungskompetenz;
  • Regulierung von Stressreaktion, Ressourcenaktivierung, Erarbeitung neuer, individueller Kompetenzen;
  • Zeitmanagement
  • Achtsamkeitstraining

Ausbildungsumfang

Die Ausbildung erstreckt sich über 75 Unterrichtseinheiten (Präsenzzeit), und drei Module. Die Zusatzqualifikation „multimodales familienzentriertes Stressmanagement®“ erhält, wer an allen drei Ausbildungsmodulen erfolgreich teilgenommen hat.

Der nächste Ausbildungsblock (alle drei Module) findet als Kompaktseminar (innerhalb einer Woche) statt:

Seminarzeit:
Montag, 23.04.2018 – Sonntag, 29.04.2018, 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr (am Sonntag bis 13.00 Uhr).

Die Ausbildung wird in Kooperation mit der Paritätischen Akademie Berlin durchgeführt und kann als Bildungsurlaub angerechnet werden. Es werden Hochschulleistungspunkte (ECTS-Credit Points) erteilt.

Einzelheiten und weitere Infos zum Veranstaltungsort und weiteren Terminen sind beim Familienforum Havelhöhe erhältlich.


Kosten und Anmeldung:

Zur Anmeldung setzen Sie sich bitte (über den Link unten) mit Frau Kirsten Schreiber am Familienforum Havelhöhe in Verbindung.

Kosten

1350,– €

Anmeldung:


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Zertifizierung

Die Zusatzausbildung besteht aus drei Modulen (insgesamt 75 Unterrichtseinheiten Präsenzzeit bei Hochschulzertifizierung). Eine Zulassung zum Trainer „multimodales familienzentriertes Stressmanagement®“ erfolgt nach Absolvierung der drei Module durch die zentrale Prüfstelle für Prävention (nach Zertifizierung durch das Familienforum Havelhöhe). Bitte beachten Sie, dass die zentrale Prüfstelle für Prävention eine Zertifizierung nach § 20 SGB V nur bei Vorlage der Grundqualifikation (siehe oben) erteilt. Die Zulassung hat eine Gültigkeitsdauer von drei Jahren. Eine Rezertifizierung ist durch Nachweis der Teilnahme an konzeptgebundenen Fortbildungen im Umfang von mindestens 40 Unterrichtseinheiten (innerhalb von drei Jahren), möglich. Einschlägige Fortbildungen des Berufsverbandes der Präventologen oder der Paritätischen Akademie können auf Anfrage anerkannt werden. Die Zusatzausbildung kann als Baustein innerhalb des 12-monatigen staatlich anerkannten Fernstudienganges zum Präventologen anerkannt werden (vgl. www.praeventologe.de).


Die Zusatzausbildung der drei Module (insgesamt 75 UE) beinhaltet: 

  • Vermittlung von Kenntnissen: Stresstheorien, Stresswirkungen und Stressbewältigungsmethoden
  • Vermittlung des Kurskonzeptes „multimodales familienzentriertes Stressmanagement“
  • Vermittlung unterschiedlicher kognitiv-verhaltenstherapeutischer Interventionsmethoden (instrumentelles-/strukturelles-, kognitives-/mentales- und palliativ-regeneratives Stressmanagement)
  • Vermittlung ganzheitlicher anthroposophisch-menschenkundlicher Inhalte im Kontext des Themas Gesundheit, Prävention und der Entwicklung des Menschen
  • Vermittlung psychophysiologischer Entspannungsverfahren
  • Bereitstellung eines Lehrbriefes
  • Bereitstellung des Teilnehmerhandouts
  • Bereitstellung von Evaluationsmaterial
  • Methodisch-didaktische Schulung zur Gestaltung der Trainingseinheiten

Themenschwerpunkte der einzelnen Module: 

Modul I: Was Eltern und Kind brauchen um dem Familienalltag gelassen zu begegnen, Bedürfnisse wahrzunehmen und diese angemessen handzuhaben.

Modul II: Das prägt für’s Leben – Eltern als Gestalter einer gesunden Kindheit und Familie

Modul III: Beziehungsstress? Erziehungsstress? – Gelassener durch die kleinen und größeren Krisen

Im Kompaktseminar vom 23.04.2018 bis 29.04.2018 sind alle drei Module enthalten.


Kirsten Schreiber

Kirsten Schreiber

*1969, Dipl. Sozialpädagogin (FH), Sozialmanagerin (M. A.), Systemische Paar- und Familientherapeutin (DGSF), Musiktherapeutin (DMVO).

Zusatzausbildung/Fortbildung:
Bindungspsychotherapie (BPT), Stressmanagement-Trainerin (FH-Potsdam/AHAB Akademie), Trainerin PMR.

Am Familienforum:
Mitglied der Geschäftsführung und pädagogische/therapeutische Leitung, Paar- und Familientherapeutin, Supervisorin und Referentin; Schwerpunkte: Konzeptentwicklung und Projektleitung „multimodales familienzentriertes Stressmanagement“; Fall- und Teamsupervision inkl. Organisationsentwicklung; außerdem zuständig für Öffentlichkeitsarbeit (Printmedien, Design, Fotos) und Projektentwicklung.


Dr. Christoph Meinecke

 *1960, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut.

Zusatzausbildung/Fortbildung:
Internationales Zertifikat Anthroposophische Medizin; Heileurythmie für Ärzte; Verhaltenstherapie; Bindungs-Psychotherapie; klinische Hypnose.

Am Familienform:
Mitglied der Geschäftsführung; Ärztliche Leitung; Referent